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die Zusam­men­stel­lung von Ein­zel­sei­ten eines Wer­kes zu einer Druck­form; durch das Aus­schie­ßen erhält der gefalz­te Bogen die rich­ti­ge Sei­ten­fol­ge unter Berück­sich­ti­gung der vor­ge­se­he­nen Falz‑, Heft- oder Bin­de­art. Für das Aus­schie­ßen müs­sen fol­gen­de wich­ti­ge Punk­te berück­sich­tigt wer­den: 1. Hoch- oder Quer­for­mat der gefalz­ten Druck­sa­che; 2. End­fer­ti­gungs­art Kreuz- oder Par­al­lel­falz. Hef­tung im Falz, mit Bogen zum Ein­ste­cken. Quer­hef­tung, Kle­be­bin­dung oder Faden­hef­tung, mit Bogen zum Zusam­men­tra­gen; 3. Umfang der ein­zel­nen Bogen, bestimmt durch: Auf­la­ge, For­mat, Papier­di­cke, evtl. Kom­bi­na­ti­on von ver­schie­de­nen Druck­ver­fah­ren, ver­schie­de­nen Papie­ren oder ein- und mehr­far­bi­gen Sei­ten. Bei einem Kreuz­bruch ergibt sich durch das Fal­zen fol­gen­de Sei­ten­zahl: 1‑Bruch/ Falz Bogen 4 Sei­ten 2‑Bruch/ Falz Bogen 8 Sei­ten 3‑Bruch/ Falz Bogen 16 Sei­ten 4‑Bruch/ Falz Bogen 32 Sei­ten 4. Druck­art: a) zum Umschla­gen, d.h. Wen­den des Bogens um die Quer­ach­se nach dem Schön­druck auf Wider­druck mit glei­cher Form, aber mit Wech­sel der Sei­ten­an­la­ge; b) zum Umstül­pen, d.h. Wen­den des Bogens um die Längs­ach­se mit gleich­blei­ben­der Sei­ten­an­la­ge und Wech­sel der hin­te­ren Bogen­kan­te zur Vor­der­an­la­ge (genau­er Schnitt des Papiers auf gleich­gross und Win­kel erfor­der­lich); c) in Schön- und Wider­druck­for­men, wobei äuße­re Form und inne­re Form eines Bogens in getrenn­ten For­men gedruckt wer­den; d) in meh­re­ren Druck­nut­zen, bei klei­nem Sei­ten­um­fang und gro­ßer Auf­la­ge. 5. Über­ein­stim­mung der Bogen­an­la­ge an der Druck­ma­schi­ne mit der­je­ni­gen der Falz­ma­schi­ne. Wer­den die Bogen nach dem Druck aus­ein­an­der­ge­schnit­ten, so gilt die Schnitt­li­nie als neue Bogen­an­la­ge für bei­de Bogen­tei­le. Das Know-how über die Aus­schieß-Kri­te­ri­en und der nach­fol­gen­den End­fer­ti­gungs­va­ri­an­te ist vor allem dann wich­tig, wenn bei der Pro­duk­ti­on eines umfang­rei­che­ren Druck­wer­kes die Sei­ten­fil­me in Teil­lie­fe­run­gen an die Dru­cke­rei gehen. Dabei emp­fiehlt sich die Anlie­fe­rung in kom­plet­ten Bogen, die von der Dru­cke­rei bereits gedruckt wer­den kön­nen, wäh­rend die rest­li­chen Fil­me ange­lie­fert werden.

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